Abwahl statt Wahl!
Spricht man mit jemanden aus der "großen Partei" der Nichtwähler über eine bevorstehende Wahl, dann bekommt man immer die gleiche erschreckende Frage zu hören:
"Wen soll man denn noch wählen?"
Das ist jedoch die falsche Fragestellung. Vielmehr sollte sich jeder Wahlberechtigte fragen: "Wen wähle ich nicht?"
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handy
Dezember 4, 2007
Wenn man dann die Politik der letzten Zeit betrachtet, findet man auf diese Frage ganz schnell eine Antwort. Dann wird man auch ganz schnell erkennen, dass es Alternativen für jeden Geschmack gibt. Jedenfalls sollte man nicht darauf hereinfallen, dass die großen und für die heutige schlechte Politik verantwortlichen Parteien, auf ihren kürzlich abgehaltenen Parteitagen, plötzlich alle wieder ihr "soziales Gewissen" wiederfinden. Das ist lächerlich und reine Wahlkampfpolemik. Gerade die großen Parteien schüren die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung. Denn das ist ihnen in ihrem Wahlkampf von Nutzen. Die Zahl ihrer Parteigänger ist für sie dann berechenbarer. Denn ihre Parteimitglieder haben sie zum größten Teil im Griff. Auch gehen diese aktiv zur Wahl. Nichts, auch nicht die LINKEN, müssen die großen Parteien mehr fürchten als die "Partei der Nichtwähler", wenn die zur nächsten Wahl gehen würde. Wer nicht zur nächsten Wahl geht, wählt auf jeden Fall den Falschen und derjenige, der die Nichtwähler zum Wahlgang überreden kann, stellt die nächste Regierung.
Im Übrigen hat die heutige Bundesregierung, nach einer derart schlechten Wahlbeteiligung und einem solch knappen Wahlausgang bei der Bundestagswahl 2005 für meine Begriffe gar kein Mandat. Sie kann gar nicht im Namen des Volkes regieren, da ja die echte Mehrheit der Bevölkerung gar nicht hinter ihr steht.
Ich weiß auch gar nicht wie man bei der sogenannten "Sonntagsfrage" auf Ergebnisse kommt, die der Großen Koalition die Zustimmung der Bevölkerung suggerieren. Als Politiker würde ich mich nicht auf solche Umfragen verlassen. Gerade die beiden letzten Bundestagswahlen haben gezeigt, dass erst die endgültige Stimmenauszählung nach der Wahl den Sieger kürt.
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