Energiewende, Atomkraftwerke und Japan
Für das laufende Jahr erwartet der Bundesverband Windenergie einen Zubau von 2.200 Megawatt. Dazu werden dann auch Baden-Württemberg und Bayern immer stärker beitragen, in denen die politischen Entwicklungen des letzten Jahres wegen der komplexen Genehmigungsverfahren sich erst langsam in höheren Ausbauzahlen niederschlagen werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich dadurch die Ausbauzahlen in den nächsten Jahren auch wieder dem Rekordjahr 2003 annähern, als etwa 3.200 Megawatt neuinstalliert wurden.
Beim Repowering wurden ebenfalls Erfolge erzielt. Im Jahr 2011 wurden 170 alte Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 123 Megawatt durch 95 neue Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 238 Megawatt ersetzt. So konnte mit 40 Prozent weniger Anlagen die installierte Leistung nahezu verdoppelt werden.
Der Ausbau der Offshore-Windenergie verläuft dagegen weiterhin schleppend. Letztes Jahr wurden 33 Anlagen mit einer Leistung von 108 Megawatt ans Netz angeschlossen, wodurch sich die installierte Offshore-Leistung Ende Dezember auf rund 200 Megawatt summierte. Allerdings waren 27 dieser Anlagen schon 2010 errichtet worden, konnten jedoch erst 2011 an das Netz angebunden werden. Hier wird die Unfähigkeit der Bundesregierung deutlich, zügig für die Grundanlagen der Netzanbindung von Offshore-Windparks zu sorgen. Es muss endlich mehr geschehen, denn zum Ende diesen Jahres werden 10 Offshore-Windparks mit einer Leistung von mehr als 2.000 Megawatt im Bau sein. Diese Parks können nur ein Erfolg werden, wenn Sie auch schnell ans Netz angebunden werden und nicht monate- oder gar jahrelang unnütz im Meer stehen.
In der internationalen Perspektive liegt der Ausbau der Windenergie in Deutschland übrigens im Trend des Weltmarktes. In 2011 könnten die prognostizierten 40.000 Megawatt um rund 2.000 Megawatt überschritten worden sein. Mit etwa 20.000 Megawatt Zubau steht China, wie schon im Vorjahr, an der Spitze der Ausbaurangliste.
Energiewende macht Steinkohlekraftwerke unrentabel
Wind- und Solarstrom rauben den Besitzern von Steinkohlekraftwerken den Schlaf. Lacht die Sonne oder weht der Wind, dann verdrängt der grüne Strom die Steinkohlekraftwerke aus dem Markt. Und wenn die Steinkohlekraftwerke bei großer Stromnachfrage auch Strom liefern können, dann drücken die Erneuerbaren-Energien meist immer noch die Preise an der Strompreise. Das macht sich mittlerweile auch an den Zukunftsmärkten (Futures) an der Börse bemerkbar. Hinzu kommt, dass Kohlekraftewerke nie dafür gebaut wurden, schnell rauf und runter zu fahren, je nachdem wie die Sonne scheint oder der Wind weht. Der Energiekonzern Steag hat die Tage bereits eingestanden, dass die Steinkohlekraftwerke schon bald nur noch die Hälfte der Zeit im Jahr laufen werden wie noch vor kurzem. Daher sollen die ältesten Kraftwerke bald abgeschaltet werden. Absurd ist, dass es immer noch einige wenige Neubaupläne für Steinkohlekraftwerke gibt. Noch absurder ist der Plan von Bundeswirtschaftsminister Rösler, den Neubau von Steinkohlekraftwerken mit hunderten Millionen Euro aus Klimaschutzgeldern zu finanzieren.
Energiewende macht neue Atomkraftwerke unrentabel
Deutschland steigt aus der Atomenergie aus, also liefern wir den Deutschen Atomstrom, so dachten sich das einige Atommanager in den Nachbarstaaten. Jetzt drücken Wind- und Solarstrom in Deutschland aber die Börsenpreise nach unten und es ist zu ...





